Reich vs. Arm 

„Denn jene gaben nur einen Bruchteil von ihrem Überfluss, sie aber, arm wie sie ist, gab alles, was sie besaß.“ [Lukas 21,4]



Wow, ist das nicht ein starkes Gleichnis das uns Jesus hier im Lukas Evangelium gibt?!

Es erinnert mich immer wieder daran, wie schwer es mir fällt obwohl ich so überreich beschenkt bin davon auch weiter zu geben.

Wie oft beklagen wir uns das wir nicht genug haben oder wünschen uns noch mehr?

Ist es nicht erstaunlich, dass selbst in einem der reichsten Länder der Welt sich viele Leute arm fühlen?

Das ich mich manchmal arm fühle? 


Gerade jetzt wo wir lernen müssen zu teilen, weil so viele Flüchtlinge sich ausgerechnet in unserem Land eine bessere Lebenschance erhoffen, geht es uns doch etwas zu nahe. Jesus zeigt in dem Gleichnis wie gerade die Menschen, die eigentlich genug hätten um es her zu geben bereit sind nur einen Teil davon auch loszulassen. Bauen wir nicht auch auf unsere Finanzen, auf unseren Wohlstand?

Ist es nicht unsere Angst davor alles hergeben zu müssen, die uns oft treibt? 


Ich möchte nicht sagen, dass die Situation einfach ist mit der wir momentan konfrontiert sind.

Allerdings wird mir anhand von dem Gleichnis bewusst, dass diese arme Witwe mehr gegeben hat alle anderen, auch wenn es Summe mäßig wahrscheinlich um einiges weniger war. Sie gab alles was sie besaß. ALLES! 


Okay lassen wir das mal kurz eine Sekunde lang sacken… ALLES! 


Mir hilft es immer wieder dabei mir neu klar zu machen, dass all das, was ich besitze nicht mein eigener Verdienst ist.

Es kommt letzt endlich von Gott. Er ist derjenige der gibt und Er ist auch derjenige der nimmt. Wieso also halten wir manchmal so verkrampft an unserem Besitz fest? Wieso haben wir Angst zu kurz zu kommen? 


Ich würde es gerne etwas netter ausdrücken, jedoch fällt mir keine bessere Antwort auf diese Frage ein, als purer Egoismus.

Ich mache mir in erster Linie Sorge um mein Wohlergehen. Ja, machmal ist es schwer der Wahrheit ins Auge zu sehen und glaubt mir,

ich gehöre zu den Menschen die am liebsten zehntausend gute Rechtfertigungen haben.

Und letzten Endes muss ich mir dann doch eingestehen, dass ich nur ein Mensch bin,

der mit Egoismus, Neid und Stolz zu kämpfen hat. 


Das Schöne jedoch ist, das wir dort nicht stehen bleiben müssen. Ich möchte lernen so zu sein wie diese Witwe!

Ich möchte mein Herz nicht an meine sowieso nur vorüber gehenden Besitz hängen. Viel lieber möchte ich all das, womit Gott mich in meinem Leben gesegnet hat, dazu nutzen um in sein Reich zu investieren. Denn sein Reich hat Ewigkeitswert!

Und ich möchte lernen zu vertrauen, was nicht heißt blindlings sein Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Nein, das ist nicht was ich sage! Vertrauen bedeutet aber zu wissen egal wie viel oder wenig ich besitze,

es gibt da einen Gott der Versprochen hat das er uns mit dem Versorgen wird was wir brauchen! 


Ich möchte für unser Land beten, dass in all dem negativen was uns herunter zu ziehen scheint, wir auch auf all die Guten Dinge schauen können. Das wir lernen können Dankbar zu sein für all den Reichtum den wir besitzen und das wir lernen dürfen diesen Reichtum zu teilen. 


In aller Liebe 

Janina


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